11.04.2011
Rückblick erste Veranstaltung 2010
Bedrohung als Chance erkennen
Welche Rolle spielt Social Media in der Internen Kommunikation? Was bringen informelle Netzwerke? Welche Funktion haben dabei die Führungskräfte? Und welche Guidelines brauchen die Mitarbeiter? Diese Fragen stellte sich der Arbeitskreis beim gemeinsamen Erfahrungsaustausch.
Die Impulsreferate von Eliza Manolagas, Managerin für Führungskräftekommunikation bei der ING-DiBa, und Frank Wolf, Managing Consultant bei T-Systems, sorgten für angeregte Diskussionen über die Rolle der Führungskräfte als Multiplikatoren und den Nutzen von Social Media Tools.
„Interne Kommunikation und Change Management werden zukünftig eine größere Rolle spielen“, betonte Frank Wolf von T-Systems Multimedia Solutions. Das gefühlte größte Problem sei: Kontrollverlust und Vandalismus, was er jedoch mit seinen eigenen Erfahrungen widerlegte. In der Beteiligung der Mitarbeiter stecke ein großes Potenzial für die Identifikation mit dem Unternehmen. Andererseits läge darin aber auch die tatsächliche Herausforderung. „Daher gilt es Mitarbeiter und Führungskräfte mit den neuen Tools in ihrer täglichen Arbeit zu unterstützen und sie an der Kommunikation zu beteiligen“, erklärte Wolf.
Eliza Manolagas von der ING-DiBa erklärte, in welchem Spannungsfeld sich Führungskräfte befinden und wie wichtig es ist, sie für die Interne Kommunikation als Multiplikator einzubinden. Denn gerade bei Veränderungsprozessen sind genau sie es, die ihre Mitarbeiter "mitnehmen" müssen.
Sie brachte die fünf Erfolgsfaktoren für eine nachhaltige Führungskräftekommunikation auf den Punkt:
- Committment der obersten Managementebene
- Gute Zusammenarbeit zwischen Kommunikations- und Personalabteilung
- Höchste Professionalität, Integrität und Verständnis seitens der Kommunikationsverantwortlichen
- Konzept muss zum Unternehmen passen, um Akzeptanz zu erhalten Wiedererkennbar, regelmäßig und verlässlich
Moderiert von Janine Krönung, die gemeinsam mit Dr. Gerhard Vilsmeier den DPRG-Arbeitskreis Interne Kommunikation leitet, nahmen die Referenten und 40 Kommunikationsprofis nach einem intensiven Erfahrungsaustausch folgende Erkenntnisse mit: Social Media muss keine Bedrohung, kann aber eine Chance für die Interne Kommunikation sein, um an Authentizität und Glaubwürdigkeit zu gewinnen. Ebenso wenig schließen sich Führungskräftekommunikation und Mitarbeiterbeteiligung einander nicht aus. Gewusst wie, kann ein Unternehmen von beidem nur profitieren.
Frank Wolf, T-Systems Multimedia Solutions
Eliza Manolagas, Managerin Führungskräfte Kommunikation ING-DiBa