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Verbandskommunikation

Susan E. Knoll, vfa
Regelmäßig durchgeführte Umfragen können für Verbände die Grundlage für strategische Entscheidungen bilden.

Corinna Trips, Wirtschaftsjunioren
Befragungen ermöglichen die Mitwirkung der Verbands-mitglieder und können neue und spannende Aspekte ans Licht bringen.

09.01.2014

AK Verbandskommunikation

Branchen- und Mitgliederbefragungen

Bei einer vergangenen Veranstaltung des AK Verbandskommunikation diskustierten rund 15 Vertreter aus verschiedenen Verbänden die Erfolgsfaktoren von Branchen- und Mitgliederbefragungen. Den Einstieg in den Abend gaben Susan E. Knoll, Geschäftsführerin Kommunikation, Verband Forschender Arzneimittelhersteller e.V. und Corinna Trips, stellvertretende Geschäftsführerin und Pressesprecherin, Wirtschaftsjunioren Deutschland e.V. In ihren Vorträgen eröffneten die beiden Referentinnen den Teilnehmern einen Einblick in ihre tägliche Arbeit und ihre Erfahrungen bei der Konzeption und Umsetzung von Umfragen.

Susan E. Knoll konstatierte: "Mitgliederbefragungen können wichtige Erkenntnisse über die Meinungen, Erfahrungen, Wünsche und Kritikpunkte der Mitglieder liefern. Man erhält  relevante Informationen über das eigene Image, die Zufriedenheit der Mitglieder mit einzelnen Angeboten und Tools aber auch über das Informations- und Kommunikationsverhalten der Mitglieder." Außerdem könnten sie genutzt werden, um verwertbare Informationen für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bzw. die politische Argumentation zu erhalten. "Insbesondere dies ist für den vfa inzwischen ein erfolgreiches Tool der Kommunikationsarbeit geworden", fügte Knoll hinzu. Wichtig sei, die Befragungen regelmäßig durchzuführen: "Einmalige Befragungen erfassen den Status Quo, zeigen aber keine Tendenzen auf und lassen deshalb keine Rückschlüsse darauf zu, was sich verändert hat, ob angesichts dessen die eigene Strategie noch stimmt und was man gegebenenfalls verändern sollte", erklärte die Kommunikationsexpertin. Für den eigenen Erkenntnisgewinn wie für die Akzeptanz der Befragungsergebnisse sei ein methodisch hieb- und stichfester Befragungsweg unabdingbar.
Mehr Tipps im Vortrag.

Corinna Trips erklärt, welche Beweggründe die Durchführung einer Mitgliederbefragung für ihren Verband hat: "Unsere Mitglieder wollen nachvollziehen, warum sich unser Verband wie positioniert. Das Verständnis dafür, dass das nicht tagesaktuell möglich ist, wächst, wenn sie an der Entstehung der Grundlagen mitgewirkt haben. Unsere Befragungen bilden somit die Basis für unsere politische Positionierung." Gleichzeitig sei es so möglich, einzelnen Kritikern den Wind aus den Segeln zu nehmen, weil es zu zentralen Themen Mehrheitsentscheidungen gäbe. "Gerade bei einem Verband, in dem die Mitglieder sehr aktiv und interessiert sind, ist das wichtig. Dabei ist die Bereitschaft zur Mitwirkung an Umfragen sehr groß: Mehr als 2.000 unserer rund 10.000 Mitglieder haben an der letzten Befragung teilgenommen", erläuterte Trips. Der Mut zu offenen Fragen habe sich bewährt. Zusätzlich zu den allgemeinen Ergebnissen ergebe sich ein spannendes Stimmungsbild mit oft neuen und zum Teil überraschenden Aspekten.
Mehr Tipps im Vortrag.

Bei der anschließenden Diskussionsrunde beantworteten die beiden Referentinnen Fragen aus dem Plenum und gaben den Teilnehmern neue Impulse mit auf den Weg. Christian H. Schuster (IFK Berlin), Leiter des Arbeitskreises, stellte zusammenfassend fest: "Mehrwert übersteigt Aufwand - wenn die Umfragen durchdacht und im größeren Kommunikations- und Organisationskontext geplant werden. Ob verbandsintern oder -extern, qualifiziert durchgeführte Befragungen machen Entwicklungen sichtbar. Somit sind sie das wichtigste Fundament für die professionelle Kommunikationsarbeit und für strategische Verbandsentscheidungen."

Vortrag von Susan E. Knoll "Branchen- und Mitgliederbefragungen des vfa" (PDF-Datei)

Vortrag von Corinna Trips "Mitgliederbefragung am Beispiel der Wirtschaftsjunioren Deutschland" (PDF-Datei)


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