DPRG Meldungen

Berlin/Brandenburg

Volker Gaßner, Greenpeace

19.09.2011

Starke Marke auf der anderen Seite der Barrikade.

DPRG-Besuch bei Greenpeace
Fünf Berliner waren dabei.

„Sollnse uns doch verklagen“, so die selbstbewusste Antwort von Volker Gaßner (Teamleiter Presse, Recherche und Neue Medien bei Greenpeace) zur Verwendung von Videozitaten in aufklärerisch umgedrehten Videospot(t)s anlässlich einer gemeinsamen Veranstaltung mit der DPRG.

Derlei Dialog ist nicht die Regel zwischen Umwelt-Aktivisten und Unternehmens-Kommunikatoren. Denn auch wenn es privat und am Kollegen-Stammtisch anders klingen mag, PR Leute finden sich - wenn’s hart auf hart kommt - im Auftrag Ihrer Unternehmenskunden eher in Gegnerschaft zu Greenpeace wieder.
Der DPRG Bundesarbeitskreis „Markenkommunikation“ hatte unter Leitung von Anja Beckmann und Nadja Amireh für den 7. September in die Hamburger Deutschland-Zentrale der Umwelt-Aktivisten eingeladen. Thema war "Aufmerksamkeitsstarke  Kommunikation" mittels Social-Media-Plattformen. Aber auch Nichtregierungsorganisationen (NGOs) setzen längst auf das Social Web. Sie liefern Beispiele, wie man ohne großes Kapital Millionen von Menschen erreichen und für Kampagnen gewinnen kann.
Aus diesem Anlass waren auch fünf DPRGler aus Berlin angereist. Sie dürften auf ihre (Reise-)Kosten gekommen sein, denn Gaßner hielt mit Infos zu aktuellen Kampagnen gegen Energieriesen, Autobauer und Regenwaldroder nicht hinterm Berg. Und der Greenpeace-Vertreter zeigte, wie es beim Medieneinsatz mit Web 2.0 ganzheitlich rund geht - nicht nur in dem Sinne, dass anlässlich massenhafter Fukushima-Anfragen die grünen Server an ihre Grenzen stießen. Vor allem, dass Social Media im Kontext eingesetzt werden, und die Umwelt-Aktivisten nicht vergessen, ihre Kampagnen-Themen nach Online-Aktionen, Nachlegen und permanenter Evaluation, "aufmerksamkeitsstark" auch wieder auf die Straßen der realen Welt zu bringen.

Was ausgesprochen gefiel, war die Stimmung: angenehm souverän und selbstbewusst. Wert legend auf das "peace“ im Namen veranschaulichte Gaßner, wie wichtig seiner Organisation bei allen Auseinandersetzungen die Wahrung eines markenkernigen Stichel-Stils ist. Fazit: Mit so einem geistreichen Gegner (wenn’s denn schon sein muss) dürfte das Ringen Spaß machen und setzt bei manchen Kunden vielleicht auch Denkprozesse in Gang.

Man darf gespannt sein auf die nächste Veranstaltung des DPRG-Bundesarbeitskreises Markenkommunikation am 29.11.2011 in Köln. Auf dem Plan steht „Moderne Kommunikation für die Traditionsmarke Früh Kölsch“.

Harald Dudel
akakom Berlin


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