DPRG Meldungen

Verbandskommunikation

Sabine Freude, DKSM: Facebook braucht einen festen Rahmen in der Marketingarbeit.

Sandra Schuttenberg, campact: Facebook kann nur nutzen, wer seine Ziele und seine Fans kennt.

08.10.2012

AK Verbandskommunikation

Facebook effizient für den Verband nutzen

Wie Facebook die Verbandskommunikation unterstützen kann und welche Schritte es bei der erfolgreichen Nutzung zu beachten gilt, berichteten Sandra Schuttenberg (Social Media-Redakteurin, Campact e.V.) und Sabine Freude (Abteilungsleiterin Marketing, DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei). Die Referentinnen gaben im Rahmen der Veranstaltung des DPRG Arbeitskreises Verbandskommunikation den über 20 anwesenden Gästen aus den verschiedensten Verbänden Einblicke in ihre tägliche Arbeit mit dem sozialen Netzwerk.
 
Sabine Freude erklärte: „Facebook hat sich in den letzten Jahren als Standardinstrument der DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei zur Gewinnung und Bindung junger Spender und Unterstützer entwickelt. Um Facebook als wirkungsvolles Instrument zu etablieren, ist es aus unserer Sicht entscheidend, dass das Thema einen festen Platz im Rahmen der  Marketingarbeit einnimmt. Dies bezieht sich auf die Planung der Ressourcen, der Inhalte als auch der Integration in den Marketingplan. Um dies dauerhaft sicher zu stellen, ist die Entscheidung pro Social Media / pro Facebook auf oberer  Entscheidungsebene hilfreich. Anschließend ist die kontinuierliche Erstellung relevanten Contents zur Entwicklung einer quantitativen Fangemeinde und deren Aktivitätslevel
(Qualität) ausschlaggebend. Ein Monitoring der eigenen Facebook-Seite und anderer Social Media-Kanäle sollte zum täglichen Doing des Facebook betreuenden Onliners gehören.“

Sandra Schuttenberg meinte: „Facebook kann man nur effizient nutzen, wenn man seine Fans gut kennt und weiß, was man erreichen will.“ Bei Campact mischen sich Bürger mit Online-Unterschriften und medienwirksamen Protest-Aktionen in die Politik ein. Facebook wird genutzt, um Kampagnen zu verbreiten. Wie viral Inhalte werden, hängt stark von Thema und Aufbereitung ab. Oft verzichten NGOs auf Buttons auf der Website, mit denen sich Inhalte auf Facebook verbreiten lassen – und verschenken dadurch viel Potential. Hintergrund: Übliche Buttons leiten ungefragt Informationen von Besuchern an Facebook weiter - ob dieser darauf klickt oder nicht. Campact hat nun die Kampagnen-Software „Krautbuster“ entwickelt, bei der erst nach dem Klick eine Verbindung zu Facebook aufgebaut wird. Krautbuster wird als Open-Source NGOs und Verbänden zur Verfügung stehen. Mehr Tipps im Vortrag.

In der anschließenden Diskussionsrunde wurde sich sowohl über Einzelaspekte als auch über die generelle Entscheidung Facebook beizutreten ausgetauscht. Der Moderator Christian H. Schuster (IFK Berlin) resümiert den Abend folgendermaßen: „Facebook öffnet vermeintlich für jeden Verband die Pforte ins Himmelreich. Dennoch birgt es auch Gefahren wie bei jedem anderen Kommunikationskanal. Ein Verband muss abwägen, welche Zielgruppe erreicht und welche Inhalte verbreitet werden sollen. Für den einen kann es sinnvoll sein, alles auf Facebook zusetzen – für den anderen kann es aber auch die schlechteste getroffene Entscheidung sein.“



Vortrag von Sandra Schuttenberg "Facebook effizient – Lessons
Learned von campact" (pdf-Datei)


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