DPRG Meldungen

Markenkommunikation

Volker Gaßner, Teamleiter Presse, Recherche und Neue Medien bei Greenpeace

20.09.2011

Bei der Umweltorganisation zu Gast

Veranstaltungsbericht: Greenpeace & Social Media (AK Markenkommunikation)

Greenpeace ist eine starke Marke im NGO-Bereich, der viele Menschen vertrauen. Die Umweltorganisation setzt auf aufmerksamkeitsstarke PR und seit 2007 auch auf Social Media. Der DPRG-Bundesarbeitskreis Markenkommunikation (Leitung: Anja Beckmann und Nadja Amireh) organisierte zu diesem Thema am 7. September einen Besuch mit Vortrag und Diskussion bei Greenpeace.

Volker Gaßner (Teamleiter Presse, Recherche und Neue Medien) berichtete, wie Greenpeace die neuen Medien nutzt und mit Offline-Maßnahmen vernetzt. "Erfolgreiche Social Media Kampagnen erkennen wir daran, dass auch klassische Medien die Themen aufgreifen", erzählte er. Bekannte Beispiele sind die Kampagnen zum RWE Energieriesen, zu Nestles Kit Kat und aktuell zu VW, die alle virale Verbreitung fanden.

Um das Thema Social Media kümmern sich bei Greenpeace Deutschland drei Personen in Vollzeit und einer mit einer halben Stelle. Doch für das Blog schreiben insgesamt 40 Mitarbeiter. Gaßner sagte: "Greenpeace möchte dort sein, wo die Leute sind." Gerade die Zielgruppe der politisch interessierten 35- bis 40-Jährigen erreicht Greenpeace über Social Media sehr gut. "Wir stehen mit 100.000 Leuten im direkten Kontakt."

Volker Gaßner hat die Erfahrung gemacht: "Social Media funktionieren ähnlich wie klassische Medien. Kommt ein Ereignis von außen, spüren wir den vermehrten Zustrom." Zum Reaktorunglück in Fukushima gab es sechs Wochen lang 24-Stunden-Schichten. Sechs Campaigner beantworteten bis zu 500 Presseanfragen pro Tag. Auch die Social Media Kanäle von Greenpeace wie Blog, Facebook, Twitter und YouTube wurden in dieser Zeit verstärkt genutzt.

Neben der Kommunikation auf diesen Kanälen betreibt die Organisation auch Blogger Relations. "Zu den 20 für uns relevanten Bloggern haben wir einen sehr guten und persönlichen Kontakt. Der ergibt sich z. B. dadurch, dass wir viele Social Media Veranstaltungen wie die re:publica besuchen. Und wir laden Blogger zum Gesprâch ein - etwa verbunden mit einer Schlauchbootfahrt."

Ziel aller Aktivitäten ist es, zu informieren, Emotionen zu wecken und die Nutzer zum Mitmachen zu bewegen - etwa mit Kampagnen wie gegen Nestle. "Vor einer jeden Kampagne steht ein Gesprächsangebot an das Unternehmen", so Gaßner. "Doch das wird häufig nicht wahrgenommen - viele versuchen, uns zu ignorieren. Sie sollten sich dem Konflikt stellen und in die Kommunikation gehen." Insgesamt ist er mit den Ergebnissen von Greenpeace jedoch zufrieden: "Wir bewegen viel und kommunizieren diese Ergebnisse über unsere Online- und Offline-Medien."

Volker Gaßner stellt seine Präsentation auf Slideshare zur Verfügung: http://www.slideshare.net/VGassner  

Einige der Social Media Kanäle von Greenpeace:
Blog http://blog.greenpeace.de/
Kampagnen-Plattform Greenaction http://www.greenaction.de/
YouTube http://www.youtube.com/GreenpeaceDE
Facebook http://www.facebook.com/greenpeace.de?ref=mf
Twitter https://twitter.com/#!/greenpeace_de

Save the Date 
Die nächste Veranstaltung des Arbeitskreises Markenkommunikation findet am 29. November 2011 bei Früh Kölsch in Köln statt und hat das Thema "Moderne Kommunikation für eine Traditionsmarke". Mehr dazu bald im DPRG-Kalender.


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