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Blick auf die Türme und den neuen Eingang
 

Neues Foyer mit Sphäre
 

The BrandSpace
Bildnachweis für alle Bilder: Deutsche Bank AG

20.12.2011

DPRG zu Gast in den „Greentowers“

Very Deutsche

„100.000 Mark für fünf Striche“ – so titelte Anfang der 70er Jahre die Zeitung mit den großen Buchstaben über die Geschichte eines Designauftrags der Deutschen Bank. Auf der Suche nach einem neuen Erscheinungsbild hatte sich das Geldinstitut für einen Entwurf des Grafikers Anton Stankowski entschieden, der mit seiner konsequenten Reduktion auf wenige Elemente seiner Zeit weit voraus war und damit einige Zeitgenossen überforderte. Heute zählt das blaue Quadrat mit der Diagonale weltweit zu den bekanntesten Markenzeichen – in einer Reihe mit Bildmarken von Nike, Shell oder Mercedes-Benz. Eine mehr als vorteilhafte Investition also für die Frankfurter Bänker. Wie die Deutsche Bank heute ihren Markenauftritt steuert und welche Rolle das berühmte Logo dabei spielt, erfuhren rund 50 DPRG-ler bei einem Besuch in den im Frühjahr nach einer grundlegenden Modernisierung neu eröffneten Doppeltürmen an der Frankfurter Taunusanlage.

„Ein Unternehmen, das weltweit sofort erkannt und mit seinen typischen Markenwerten verbunden wird“, formulierte Gastgeber Christofer Habig, Leiter Marken-Kommunikation und Bürgerschaftliches Engagement der Deutschen Bank das Ziel der Arbeit am Markenbild, das vor knapp zwei Jahren einer Runderneuerung unterzogen wurde. Wort- und Bildmarke treten seitdem getrennt auf, das Logo steht für sich selbst, so wie Stankowski es vorgeschlagen hatte. Was Habigs britischen Kollegen gerne „Very Deutsche“ nennen, sei viel mehr als ein Bündel typisch deutscher Eigenschaften – der Stolz zu einem ganz besonderen Unternehmen zu gehören. In allen Ländern der Welt solle man unmittelbar nachvollziehen, wofür die Marke stehe. 

Dabei habe man, so räumte Habig ein, ganz bewusst gegen eine der Goldenen Regeln der Markenführung verstoßen: „Nicht mit dem Logo spielen.“ Denn auffälligstes Merkmal der Markenstrategie ist der dreidimensionale Einsatz des Logos in Anzeigen, bei Veranstaltungen und als Objekt. Das Logo solle als Symbol für die Eigenschaften der Deutschen Bank näher an die Menschen herankommen, solle erfahrbar und anfassbar werden. Ein einheitliches grafisches Konzept stellt sicher, dass auch Submarken des Geldinstituts und die jeweiligen Ländergesellschaften mit denselben Erkennungsmerkmalen auftreten und mit denselben Eigenschaften identifiziert werden. Verdichtet sind diese Eigenschaften in dem Claim „Leistung aus Leidenschaft“, der inzwischen losgelöst von der Bildmarke in handschriftlicher Typografie erscheint. 

Wie weit der neue Umgang mit der Marke geht, veranschaulichte ein Rundgang durch den im April eröffneten „BrandSpace“ im Eingangsbereich der Doppeltürme: Habig illustrierte an verschiedenen Stationen, wie Besucher in diesem Markenerlebnisraum spielerisch die Markenwerte erfahren und gleichzeitig Informationen über das Unternehmen sammeln können. Was heute technisch möglich ist, um Besuchern neue Zugänge zur Marke zu erschließen, demonstrierte etwa ein elektronisch gesteuertes dreidimensionales Logo, das sich in immer wieder neuen Konstellationen zusammensetzt, oder eine Videoinstallation, die Bewegungen von Besuchern in Zahlen oder Unternehmensdaten umsetzt und abbildet.  

Dass auch das berühmte Gebäude – zumindest in Deutschland – die Wahrnehmung der Marke prägt, kann der verantwortliche Pressechef Dr. Ronald Weichert aus seiner Arbeit bestätigen. Kaum eine Berichterstattung, die sich nicht der glitzernden Fassaden bedient, um Lesern oder Zuschauern Informationen über das Unternehmen näherzubringen oder allgemein stellvertretend für die Finanzindustrie nutzt. Dass diese Fassaden heute nicht nur symbolisch Offenheit demonstrieren, sondern sich die Fenster im Interesse einer energiesparenden Klimasteuerung tatsächlich ein Stück weit öffnen lassen, zählt zu den Besonderheiten der Modernisierung, die aus „Soll und Haben“ ökologisch fortschrittliche „Greentowers“ gemacht hat.

Offenheit stand auch als Leitmotiv über dem DPRG-Besuch. Denn nicht nur zeigten sich die beiden Gastgeber bei Ihren Vorträgen und im persönlichen Gespräch bei Wein und Sandwiches auskunftsfreudig. Exklusiv für die DPRG öffnete die Deutsche Bank auch die Türen für einen Rundgang durch ein Bürostockwerk, wo eine gut aufgelegte PR-Gruppe zu später Stunde noch die letzten Mitarbeiter vor den Bildschirmen überraschte. Auch das: Leistung aus Leidenschaft.


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