Quo vadis DPRG?

Wohin entwickelt sich das Berufsfeld PR und damit der Berufsverband DPRG? Wer wird künftig die Nase vorn haben? Der ganzheitlich orientierte Kommunikationsmanager oder der PR-Spezialist? Erste Anstöße dazu gab ein Hearing mit Verbandsvertretern, Fachleuten und Wissenschaftlern in Worms. Das daraus entwickelte Strategiepapier wird in DPRG-Landesgruppen und -Arbeitskreisen sowie auf Mitgliederversammlungen thematisiert. Ein Baustein ist die Auswahl und Weiterentwicklung von inhaltlichen Schwerpunktthemen, die den Kompetenzaufbau im Verband fördern und die Positionierung der DPRG im Kommunikationsmarkt mitbestimmen soll. Getragen werden diese Themen von Bundesarbeitskreisen und finden ebenfalls Ausdruck in den inhaltlichen Angeboten der DPRG-Landesgruppen.


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Kommunikation gegen Whistleblowing?

Was tun, wenn Whistleblower zum Angriff pfeifen? Kann eine offene Kommunikation vor "Nestbeschmutzung" schützen? Was tun im worst case? Diskutieren Sie mit!


Wenn man jemandem die Flötentöne beibringen will bedeutet das nicht unbedingt, ihn in der Kunst des Flötenspiels unterrichten zu wollen. „Jemanden scharf zurecht weisen“ heißt es dazu im Wörterbuch der Redensarten, oder, noch etwas schärfer: jemandem Ordnung lehren. Ein „Whistleblower“ – frei übersetzt als jemand, der die Flöte  bläst – tut Letzteres augenscheinlich: Er oder sie prangert einen Missstand an, deckt Machenschaften auf und ruft damit vermeintliche Übeltäter „zur Ordnung“, zu konformem Handeln auf. Könnte doch eigentlich was Gutes sein, oder?

So positiv besetzt ist der Terminus technicus bei weitem nicht. „Whistleblowing“ steht für Verrat und Nestbeschmutzung. Früher griffen Menschen, zum Beispiel Mitarbeiter eines Unternehmens, die aus ihrer Sicht einen Missstand aufdecken wollten, zum Telefonhörer und wählten die Nummer der "Spiegel"- oder der "Monitor"-Redaktion. Heute können sie ihre Anliegen auf speziellen Whistleblower-Plattformen im World Wide Web platzieren.

Diese neue Art des Zugangs ist es offenbar, die Kommunikationsexperten verunsichert, wie eine aktuelle Befragung von pr professional ergeben hat. 47 Prozent der Befragten fürchtet verstärkt Kommunikationskrisen, mehr als 70 Prozent sehen immense Imageschäden auf ihre Unternehmen zukommen. Gut die Hälfte fürchtet einen Kontrollverlust über Informationen und Dokumente. Lediglich acht Prozent sehen keine Gefahr. Trotzdem leiten nur die wenigsten Gegenmaßnahmen ein.

Was meinen Sie? Wie sollten Kommunikationsprofis auf Whistleblowing reagieren? Was sollten sie tun, was lassen? Kann durch eine offenen Kommunikation Whistleblowing vermieden werden? Wir freuen uns auf Ihre Antworten.


Folgende Kommentare wurden bisher zu diesem Thema eingetragen (4):


Am 11.10.2012 08:39 schrieb Hermann-Josef Berg von HJB Kommunikation folgenden Kommentar:

Die Antwort heißt Agieren


"Whistleblowing" wird nie zu unterbinden sein – aber den größten Fehler, den Unternehmen respektive Kommunikationsberater machen können, ist das Aussitzen von "Themenkrisen". Das schnelle Reagieren einerseits und die hintergründige Information andererseits nehmen immer heißen Dampf aus einer solchen Situation und verlagern die inhaltliche Auseinandersetzung oftmals auf eine sachliche, nach vorne schauende Ebene. Allerdings müssen die Kommunikationsverantwortlichen hier oftmals den Unternehmensverantwortlichen Dampf machen, sonst bleibt's nur beim Reagieren. Agieren in Krisen heißt für mich:
- Über die internen elektronischen Medien Stellung nehmen.
- Viele Themenaspekte transparent machen.
- Interne und gegebenenfalls externe Öffentlichkeit (schriftlich) informieren.
- Mögliche Krisen trainieren.



Am 07.11.2012 15:43 schrieb Yasin Ihmeidat von Argenpo GmbH folgenden Kommentar:

Whistleblowing


Das einzige was ich dazu sagen kann ist das es falsch ist.


Am 05.02.2013 09:39 schrieb Thomas Scharfstädt von Technikdialog folgenden Kommentar:

Der Kessel pfeift wenn das Wasser kocht...


Ich habe aus eigener Erfahrung den Eindruck, dass vor allem Organisationen, die in der internen Kommunikation Defizite haben und missliebige Themen aussitzen oder unter dem Deckel halten wollen, dafür anfällig sind. Das Risiko steigt dann an für subversive Aktionen. Das muss jedem Verantwortlichen bewußt sein. Ein Patentrezept zur Vermeidung gibt es allerdings auch nicht.


Am 11.04.2013 11:40 schrieb Germar Saule von Ingenieur und Publizist Germar Saule folgenden Kommentar:

"Nestbeschmutzung" "Angriff" ?


Mehr zu diesem Thema zu lesen auf der Webseite der Süddeutschen Zeitung:

"Gefeuert und Gefeiert"

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/whistleblower-gefeuert-und-gefeiert-1.1643997



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